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01.06.2015, 15:30 Uhr | Magnus Welsch
Den Karlsruher Richtern auf der Spur
Junge Union zu Besuch beim Bundesverfassungsgericht
Gelegenheit das höchste Gericht der Bundesrepublik zu besichtigen, hatte unlängst der Ortsverband der Jungen Union „Unteres Brenztal“.
Die Teilnehmer der Exkursion im Verhahndlungssaal
Karlsruhe - Geführt wurden die 16 Teilnehmer, unter denen sich auch der Heidenheimer JU-Kreischef Michael Lehmann sowie die Sontheimer und Niederstotzinger CDU-Vorsitzenden Bernd Moser und Hans Schwarz befanden, vom stellvertretenden Pressesprecher des Bundesverfassungsgerichts, Dr. Michael Allmendinger. 
Nach einem kurzen Empfang im Foyer des Gerichtsgebäudes ging es direkt weiter in den Verhandlungssaal, der zentrale Ort des soeben renovierten Verfassungsgerichts.
Allmendinger erläuterte die Geschichte der seit 1951 existierenden Institution und ging auf die architektonischen Besonderheiten des von Paul Baumgarten entworfenen Pavillonbaus ein, dessen große Glaselemente Transparenz und Offenheit symbolisieren.
Näher beleuchtet wurden die Verfahrensarten, für die das Verfassungsgericht zuständig ist. Während Bundes- und Landesorgane mittels Organstreitverfahren und Normenkontrolle zum Antrag berechtigt sind, hat der einzelne Bürger die Möglichkeit im Wege einer Verfassungsbeschwerde sich an das Bundesverfassungsgericht zu wenden, sofern die Möglichkeit einer Grundrechtsverletzung besteht. 
Jene Verfahrensart macht ca. 95% der Arbeit des Gerichts aus. Jedes Jahr finden zwischen 6000 bis 7000 Verfassungsbeschwerden von deutschen Bürgern ihren Weg in den Briefkasten des am Karlsruher Schlossplatz gelegenen Gerichts. 
Anschließend wurde der Presse- und Journalistenraum besichtigt, von dort aus direkt über die laufende Verhandlung berichtet wird.  
Ebenso führte Allmendinger die Gruppe durch die Ahnengalerie des Gerichts. So manch ehemaliger Verfassungsrichter war den JU’lern durchaus bekannt. Mit dem späteren Bundespräsidenten Roman Herzog und dem in den Medien sehr präsenten Juraprofessor Paul Kirchhof, reihen sich zwei prominente Juristen in die Riege der ehemaligen Richter ein. 
 
Zum Abschluss präsentierte der stellvertretende Pressesprecher die neue Bibliothek und es bestand die Möglichkeit zum Rundgang durch eine Ausstellung über die ersten 20 Jahre des Bundesverfassungsgerichts.

aktualisiert von Jonas Schulz, 08.06.2015, 15:53 Uhr